Ratgeber
iPad-Vergleich: Welches iPad passt zu dir?
Apple bietet vier iPad-Linien, dazu zahlreiche ältere Generationen im Handel. Dieser Ratgeber sortiert die Unterschiede und zeigt, für wen sich welches Modell lohnt.
Aktualisiert am 6 Min. LesezeitRedaktion wotablet.de
Die vier iPad-Linien auf einen Blick
Das Standard-iPad (oft nur „iPad“ genannt) ist Apples Einstiegsmodell. Es bietet ein großes Retina-Display, einen A-Chip aus der iPhone-Familie und alle wichtigen iPadOS-Funktionen. Für Streaming, Surfen, Schule, Rezepte und Videocalls ist es für die meisten Menschen die sinnvollste Wahl.
Das iPad Air ist die Mittelklasse. Seit einigen Generationen steckt darin ein M-Chip, wie er auch in Macs verbaut wird. Dazu kommen ein hochwertigeres, laminiertes Display und Unterstützung für die leistungsfähigeren Stift- und Tastaturmodelle. Das Air gibt es in neueren Generationen in zwei Größen.
Das iPad Pro ist die Spitze: die schnellsten Chips, die besten Displays mit hoher Bildwiederholrate, schnelle Anschlüsse und professionelle Kamera- und Audioausstattung. Es richtet sich an Kreative und Profis, die jede Reserve nutzen.
Das iPad mini ist das kompakte Modell mit rund 8,3 Zoll. Es passt in Jackentaschen, eignet sich hervorragend zum Lesen, für Notizen unterwegs und als Cockpit-Tablet – etwa bei Piloten oder im Wohnmobil.
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AnzeigeDisplay: der größte sichtbare Unterschied
Alle aktuellen iPads haben scharfe Retina-Displays. Die Unterschiede liegen im Detail: Beim Standard-iPad ist das Display nicht laminiert, zwischen Glas und Bild liegt ein kleiner Luftspalt. Beim Zeichnen mit Stift wirkt die Spitze dadurch minimal „schwebend“. Air und Pro haben laminierte Displays mit Entspiegelung. Das Pro bietet zusätzlich ProMotion mit bis zu 120 Hz, was Scrollen und Stifteingaben besonders flüssig macht, sowie eine besonders hohe Helligkeit und Kontrast.
Für Filme und Surfen ist das Standard-Display völlig ausreichend. Wer viel zeichnet oder täglich stundenlang liest und schreibt, spürt die Vorteile von Air und Pro.
Leistung: A-Chip oder M-Chip?
Die A-Chips im Standard-iPad und iPad mini sind für Alltagsaufgaben mehr als schnell genug. M-Chips in Air und Pro bieten deutlich mehr Grafikleistung und mehr Arbeitsspeicher. Das macht sich bei Videoschnitt, großen Fotobearbeitungen, anspruchsvollen Spielen und bei KI-Funktionen bemerkbar, die Apple zunehmend direkt auf dem Gerät ausführt. Welche Funktionen von Apple Intelligence ein bestimmtes iPad unterstützt, hängt vom Chip ab – prüfe das bei Bedarf auf der Apple-Website.
Ein Faustregel-Tipp: Mehr Leistung bedeutet in der Regel auch längere Nutzungsdauer, weil neue iPadOS-Versionen auf leistungsstärkeren Geräten länger unterstützt werden.
Speicher und Konnektivität richtig wählen
iPads lassen sich nicht per Speicherkarte erweitern. Für Streaming und Cloud-Nutzer reichen 128 GB. Wer Filme offline lädt, viele Spiele installiert oder mit Procreate, LumaFusion oder großen PDFs arbeitet, sollte 256 GB oder mehr wählen. Der Aufpreis für mehr Speicher ist bei Apple deutlich, aber später nicht nachrüstbar.
Jedes iPad gibt es als WLAN-Modell oder als „Wi-Fi + Cellular“ mit Mobilfunk. Neuere Cellular-Modelle setzen zunehmend auf eSIM. Prüfe, ob dein Mobilfunkanbieter eSIM für Tablets unterstützt.
- 128 GB: Streaming, Surfen, Cloud-Fotos.
- 256 GB: Offline-Filme, Spiele, Kreativ-Apps.
- 512 GB und mehr: Videoschnitt, große Projekte, Profis.
Zubehör: Pencil und Tastatur
Apple hat mehrere Stiftgenerationen im Angebot, die jeweils nur mit bestimmten iPads funktionieren. Auch die Tastaturen sind an Modell und Generation gebunden. Beim Kauf eines gebrauchten iPads mit Zubehör oder beim getrennten Kauf solltest du deshalb die Kompatibilitätsliste von Apple prüfen. Zubehör kann zusammen einen großen Teil des Gerätepreises ausmachen – rechne es von Anfang an ein.
Günstigere Drittanbieter-Stifte funktionieren mit vielen iPads für Notizen gut, bieten aber teils keine Druckempfindlichkeit. Für ernsthaftes Zeichnen ist ein Original-Pencil meist die bessere Wahl.
iPad Air und iPad Pro im Vergleich
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AnzeigeNeu, generalüberholt oder älteres Modell?
Weil Apple iPads lange mit Updates versorgt, ist der Markt für ältere und generalüberholte Geräte groß. Ein älteres iPad Pro kann im Alltag schneller sein als ein neues Einstiegs-iPad. Achte aber auf das Alter: Sehr alte Modelle erhalten keine neuen iPadOS-Versionen mehr. Generalüberholte Geräte vom Händler bieten gegenüber Privatkäufen den Vorteil von Prüfung und Gewährleistung.
Generalüberholte iPads
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AnzeigeAnschlüsse, Kameras und Entsperren
Aktuelle iPads laden über USB-C; ältere Modelle, die du gebraucht findest, haben teils noch den Lightning-Anschluss. USB-C ist praktischer, weil du Ladegeräte von Laptop und Smartphone mitnutzen und externe Speicher, Monitore oder Kartenleser direkt anschließen kannst. Beim iPad Pro unterstützt der Anschluss zusätzlich besonders schnelle Datenübertragung, was bei großen Foto- und Videodateien Zeit spart.
Zum Entsperren nutzen die meisten iPads Touch ID, das je nach Modell im Home-Button oder in der Standby-Taste sitzt. Das iPad Pro setzt dagegen auf Face ID. Beides funktioniert zuverlässig – Face ID ist bequemer, wenn das Tablet in einer Halterung steht, Touch ID funktioniert auch mit Maske.
Die Kameras der iPads sind für Dokumentenscans, Videocalls und gelegentliche Fotos gedacht. Wichtiger als die Rückkamera ist für viele die Position der Frontkamera: Neuere Modelle haben sie an der langen Seite, was bei Videocalls im Querformat mit Tastatur deutlich natürlicher wirkt. Ältere Generationen haben die Frontkamera noch an der kurzen Seite.
Was dich die Nutzung zusätzlich kostet
Neben dem Gerätepreis solltest du ein paar Folgekosten einplanen. Viele Nutzer brauchen mit der Zeit mehr iCloud-Speicher für Fotos und Backups – bei kleinem internen Speicher umso eher. Dazu kommen Hülle oder Folio, bei Bedarf Stift und Tastatur und eventuell ein Netzteil, falls keines beiliegt. Wer das iPad mit Mobilfunk nutzt, braucht zusätzlich einen Datentarif.
Auch der Wiederverkaufswert spielt eine Rolle: iPads mit mehr Speicher, Cellular-Modul und aktuellem Chip lassen sich später meist leichter und zu einem besseren Preis weiterverkaufen. Wer sein Tablet alle paar Jahre wechselt, kann einen Teil des Aufpreises so wieder hereinholen. Umgekehrt verlieren Basismodelle mit sehr kleinem Speicher schneller an Attraktivität, weil sie für neue Käufer rasch zu knapp werden.
Ein höherer Speicher beim Kauf kann laufende Cloud-Kosten senken. Rechne daher kurz durch, ob sich die größere Speicherstufe über die geplante Nutzungsdauer lohnt – bei mehreren Jahren Nutzung ist das häufig der Fall.
iPad mini: klein, aber vollwertig
Das iPad mini wird oft unterschätzt. Es bietet die gleiche iPadOS-Software wie die großen Modelle, passt aber in eine Jackentasche und lässt sich bequem mit einer Hand halten. Damit eignet es sich besonders als E-Book-Reader mit Farbdisplay, als digitales Notizbuch mit Stift, als Navigations- und Kartengerät auf Reisen oder als Steuerzentrale für Smart-Home und Musik.
Weniger geeignet ist das mini, wenn du viel mit Tastatur schreibst oder zwei Apps nebeneinander nutzen möchtest – dafür ist die Fläche knapp. Gebrauchte mini-Modelle sind gefragt und daher vergleichsweise wertstabil. Achte auch hier auf die Generation, denn ältere Modelle haben noch Lightning statt USB-C und unterstützen andere Stifte.
Empfehlung nach Nutzertyp
Als grobe Orientierung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Familie, Streaming, Schule: Standard-iPad mit 128 GB.
- Studium mit Stift-Notizen: iPad Air oder Standard-iPad mit kompatiblem Stift.
- Illustration, Fotografie, Videoschnitt: iPad Pro oder großes iPad Air.
- Lesen und unterwegs: iPad mini.
- Kleines Budget: generalüberholtes iPad einer nicht zu alten Generation.
Häufige Fragen
Welches iPad ist das beste für Studenten?
Für Notizen mit Stift und Tastatur ist das iPad Air ein guter Mittelweg. Mit kleinerem Budget funktioniert auch das Standard-iPad mit kompatiblem Stift.
Lohnt sich das iPad Pro für den Alltag?
Meist nicht. Die Vorteile zeigen sich vor allem bei Kreativarbeit und professionellen Anwendungen.
Wie erkenne ich die Generation eines iPads?
Über die Modellnummer (A-Nummer) auf der Rückseite oder in den Einstellungen unter „Allgemein > Info“. Apple bietet online eine Übersicht zur Identifizierung.
Welches iPad hat den kleinsten Bildschirm?
Das iPad mini mit rund 8,3 Zoll ist das kompakteste aktuelle iPad.
Kann ich den Speicher eines iPads nachrüsten?
Nein. Nur externe USB-C-Laufwerke oder Cloud-Speicher erweitern den verfügbaren Platz.